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hedi stelzer sommer 2010
fotografiert von pia stelzer 2010

  • geboren 1954 in Wien
  • Studium Photographie und Composition: University of Illinois, USA
  • als Malerin autodidakt
  • Anerkennung als Bildende Künstlerin durch das Bundesministerium für Unterricht und Kunst seit 1989
  • freischaffende Künstlerin seit 1998


fotografiert von gabor lessner 2009

 

 

Über mein Bildermachen …..........

Am Anfang stand die Anschaffung einer Dunkelkammerausrüstung, die meinem Drang zum Experimentieren entgegenkam. Ob mit oder ohne fotografisch entstandenem Negativ, die Werke wurden in der Dunkelkammer durch eigene experimentelle Techniken kreiert, wobei eine umgesetzte Idee die nächste ergab.
Diese Arbeitsweise verfolgte ich dann vor allem auch während meines Studiums an der Universität von Illinois, USA, wo eigenverantwortliches Tun im Vordergrund war und das Studium darin bestand, in Diskussionen mit KünstlerInnen unterschiedlicher Sparten über das Geschaffene zu reflektieren.
Mein Schaffensdrang wurde nach der Rückkehr aus Amerika durch die Geburten eines Sohnes und einer Tochter gebremst. Trotzdem blieb ich dem Bildnerischen gedanklich nahe und fand neben der Kinderbetreuung doch die Zeit für eine langsame Weiterentwicklung. Ich „malte“ und „kratzte“ auf Transparentfolie und verwendete Ausschnitte davon in der Dunkelkammer als Negative. Die daraus belichteten Vergrößerungen färbte ich teilweise mit Fotolasurfarben. Somit kam ich dem Malerischen immer näher.

Schliesslich festigte sich in mir der Wunsch, den fotografischen Prozess als Ausgangspunkt zu verlassen und mich der spontanen Malerei zu widmen.
Als mir 1996 ein Freund einen Atelierraum zur Verfügung stellte, begann ich mit Acrylfarben zu malen. Meine Bilder waren bunt, ich brauchte es offensichtlich, mich richtig auszutoben und die Farbenvielfalt auf den häufig vorher strukturierten Maluntergrund großflächig aufzubringen, zu schleudern, zu spritzen, strahlen zu lassen. Freude an der Farbigkeit stand im Vordergrund.

Diese bunte Phase klang allmählich ab. Der Wandel vollzog sich still und unbewusst. Farben und Formen wurden ruhiger. Nach wie vor fand ich es aber wichtig, meine Werke „aus dem Bauch heraus“ entstehen zu lassen, vor Beginn des Schaffensprozesses frei von manipulativen Gedanken zu werden und zum gegebenen Zeitpunkt spontan zu arbeiten.
Eine blaue Phase, schliesslich viel elfenbein, auch schwarz, hell-dunkel sind manchmal einander gegenübergestellt.
Wiederholung und Verdichtung von Linien formen das Bild. Strukturen werden viel weniger. Teils werden Unebenheiten genützt, um die Linien darüber „stolpern“ zu lassen und durch die Umlenkung aus der Geraden Spannung zu erzeugen.

Nach einiger Zeit wurde das Interesse an fotografischen Prozessen wieder wach. Die technischen Möglichkeiten haben sich inzwischen stark verändert. Vergleichbar mit dem, was ich früher in der Dunkelkammer entstehen ließ, kann ich nun am Computer Bildvorstellungen umsetzen. Meine Dunkelkammer von früher ist nun ein Raum mit Computer und Pigmenttintendrucker.
Fotografiertes (teils auch extra zum Fotografieren hergestellte Arbeiten) entwickle ich am Computer zu neuen Werken und drucke sie dann als Fine Art Prints.

Hedi Stelzer 2010

 

 

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